„Migration – Wandel – Zukunft“

Die Sommerschule ist eröffnet! Heute war in Sprockhövel Anreisestimmung. Bildung im Sommer, dafür steht hier bei uns insbesondere die Sommerschule. Grundidee: Das kreative „Traditionsformat“ aus dem Bildungszentrum Sprockhövel ermöglicht es Mitgliedern der IG Metall – zusammen mit der Familie und in kollegialer Atmosphäre – ihre Gewerkschaft IG Metall auch einmal ganz anders zu erleben: Das Haus ist in der Sommerschule voll mit Kindern, Jugendlichen und gut gelaunten Erwachsenen, die in diversen Workshops den politischen wie persönlichen Austausch pflegen und dabei gemeinsam kreativen ihren Interessen, freien Raum lassen. Sprockhövel wird so zum bunten Mehrgenerationenhaus, diesmal auch mit zahlreichen IGMigrantInnen und Gästen. Mit viel Neugier, Freude und im bunten Miteinander einer Sommerschule der IG Metall – also ungezwungen und unter Freundinnen und Freunden – wollen wir uns diesmal mit dem Themendreiklang „Migration – Wandel – Zukunft“ befassen. Im Blickpunkt steht die aktuelle Situation des Migrations- und Einwanderungslands Deutschland. Denn eine Politik, die mehr denn je auf Abschottung und Abschreckung fusst, gefährdet nicht nur die davon direkt Betroffenen, sondern auch die Grundlagen der Gesellschaft und Europas insgesamt. Auf die besondere Art der Sommerschule wollen wir mit kreativen Mitteln positive Bilder entwerfen, wie eine demokratische, gerechte und solidarische Gesellschaft aussehen kann: hierzulande, in Europa – und weltweit. Jenseits von Terroristen, die Amok laufen oder Amokläufern, die blinden Terror verbreiten, setzen wir dabei weiter auf soziale Phantasie, Solidarität und eine Gesellschaft, die allen Menschen ein gutes und gleichberechtigtes Leben ermöglichen will – und das auch kann. Die Belegschaft in Sprockhövel – und das Sommerschulteam – freuen sich auf fünf spannende Tage und viele Begegnungen „auf Augenhöhe“.>Hier nochmals das Programm der Woche mit dem Workshopangebot
Jugendbildungskongress 2016
Kapitalismusanalyse & praktische Solidarität Ehrenamtliche Jugendbildungsreferenten der IG Metall aus der gesamten Republik trafen sich in Sprockhövel zum Jugendbildungskongress. Erfreuliches zeigte sich am Rande der Veranstaltung. Durch eine spontane Spendensammlung kamen rund 340,- Euro zu Gunsten der Flüchtlingshilfe Sprockhövel zusammen. Dies soll als Zeichen gegen Rechtspopulismus und Intoleranz in unserer Gesellschaft verstanden werden! Übergeben wurde die Spende von Dilsoz und Osama, zwei von drei ersten Kollegen, die als Flüchtlinge hier bei uns im Bildungszentrum Sprockhövel für sechs Monate ein berufsorientierendes Praktikum absolvieren. Beide sind auch in der Flüchtilngsinitiative Sprockhövel aktiv. Das Geld ermöglicht – laut der anschließenden Pressemitteilung der Flüchtlingsinitiative Sprockhövel – einen weiteren Danke-Schön-Ausflug für ehrenamtliche Helfende unter den Geflüchteten ins Freilichtmuseum in Hagen. Nachahmung erwünscht:Die Flüchtlingsinitiative Sprockhövel ist mittlerweile ein fester und unverzichtbarer Kooperationspartner unseres Bidungszentrums, den wir nicht missen möchten. Um so schöner, wenn auch andere Seminare – aus ihrer Diskussion heraus – diese Arbeit unterstützen möchten. Wer in der Region wohnt , st sicherlich auch an dem abonnierbaren Newsletter interessiert, mit dem die Initiative ihre Arbeit transparent macht und zu vielen Gelegenheiten einlädt! Doch zurück zur Konferenz…. Jugendbildungsarbeit hat in der IG Metall schon immer einen sehr großen StellenwertAuf dem Jugendbildungskongress war dies deutlich zu erkennen, da sowohl die neue Funktionsbereichsleiterin der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit, Stephanie Laux als auch das für Bildung verantwortliche Vorstandsmitglied, Irene Schulz, die Veranstaltung eröffneten. Neben einem Kurzreferat über die aktuelle Arbeitszeit-Kampagne der IG Metall hob Irene Schulz hervor, wie wichtig die regionale Bildungsarbeit für die IG Metall ist, da sie oft den ersten physischen Kontakt mit der Gewerkschaft herstellt und nicht selten tiefe Spuren im Bewusstsein junger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hinterlässt. Über 40 Kolleginnen und Kollegen verfolgten ihre Worte und nahmen die anschließende Möglichkeit war, Fragen zu stellen und gemeinsam mit ihr in eine Diskussion einzusteigen. Das Kernthema des Jugendbildungskongress 2016: „Kapitalismusanalyse und -kritik“Durch langjährige Erfahrung in der Jugendbildungsarbeit, konnte Matthias Ebenau (Ph.D.) vom IG Metall Bildungszentrum Beverungen am Samstagmorgen eine gute Grundlage für den Einstieg ins Thema schaffen. Er referierte zu den aktuellen Ansätzen der Kapitalismusanalyse. Dem folgte ein wissenschaftliches Referat von Dr. Stephan Krüger. Dieser, tätig als Publizist im VSA Verlag, präsentierte mit seinem Vortrag zum Gegenwartskapitalismus auf welcher makroökonomischen Datenlage Kapitalismusanalyse und -kritik in der Wissenschaft betrieben wird und die Schwierigkeiten bei der Darstellung solch komplexer Herangehensweise liegen. Um diese theoretischen Aspekte in die Seminararbeit transferieren und mögliche Anknüpfungspunkte für den Seminaralltag finden zu können, wurden am Nachmittag drei Workshops angeboten. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit sich mit den Themen: „Kapitalismusanalyse und -kritik in der Grundlagenbildung der IG Metall“, „Digitalisierung der Industriearbeit“ und „Europa nach der Krise“ auseinander zu setzen. Für das kulturellere Programm am Abend, konnte Bernd Köhler und Jan Lindquist von der Band ewo2 gewonnen werden. Die beiden Gitarristen zeigten einen modernen Mix aus klassischen Arbeiterliedern, elektronischen Gitarrensounds und Erzählungen aus der Geschichte der Arbeiterbewegung. Im Zeichen der Zusammenführung der Erkenntnisse und des Austausches stand der Sonntag. Nach einem Start in den Tag mit einer gemeinsamen Solidaritätsbekundung an die streikenden Gewerkschafter*innen in Frankreich, wurden die Inhalte der Workshops wiedergegeben. Dabei konnten sich alle Teilnehmenden einen Überblick verschaffen, was in den anderen Workshops thematisiert wurde. Damit diese ganzen theoretischen Inhalte aber nicht fernab unserer regionalen Bildungsarbeit stehen bleiben sollten, folgten ein ausführlicher Erfahrungsaustausch und die Suche nach Möglichkeiten, das Thema unseres Kongresses und unsere Kampagnen weiter voranzubringen.
Deutscher Betriebsräte Tag 2016
Druckfrisch serviert: Das Programm! Ausgezeichnete Praxisbeispiele im Parlament der Betriebsräte – von Betriebsräten für Betriebsräte. Unter diesem Motto findet vom 8. bis 10. Novemberzum 13. Mal der Deutsche BetriebsräteTag als zentraler Treffpunkt für Information, Austausch und Networking für BetriebsrätInnen aller Branchen aus ganz Deutschland sowie für alle weiteren Akteure der Arbeitnehmervertretung statt. Nun ist das Programm erschienen. Der 13. Deutsche BetriebsräteTag bietet den Betriebsräten in diesem Jahr ein noch umfangreicheres Spektrum an Fachinhalten. Bei der Konferenz werden die 14 für den Deutschen Betriebsräte-Preis 2016 nominierten, vorbildlichen Praxisbeispiele vorgestellt. In unterschiedlichen Fachforen und Expertenvorträgen können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer neue Impulse für ihre Arbeit holen. Die Redner- und Expertenliste aus der Praxis, Gewerkschaften, Wissenschaft und Beratung ist prominent besetzt: Vor Ort sein werden beispielsweise der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann; Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel; Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles; der Arbeitsdirektor der Telekeom Deutschland GmbH, Martin Seiler; die zweite Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner; die stellv. Vorsitzende der IG BCE, Edeltraud Glänzer; der stellv. EVG-Vorsitzende, Klaus-Dieter Hommel; Prof. Franz Josef Düwell, Vorsitzender Richter am BAG a.D. und weitere hochkarätige VertreterInnen der DGB-Mitgliedsgewerkschaften und viele mehr. Daneben präsentieren Gewerkschaften und deren Bildungsanbieter, Verbände, Initiativen und Parteien sowie Dienstleister bei der InfoMesse ihre Angebote für Betriebsräte. Und bei der BetriebsräteMesse zeigen Betriebsräte an Projektwänden und Info-Ständen ihre erfolgreiche Betriebsratsarbeit. Im Rahmen des Betriebsrätetages wird auch wieder der Deutsche Betriebsräte-Preis 2016 im ehemaligen Bundestag in Bonn verliehen. Natürlich werden auch die IG Metall und das Bildungszentrum Sprockhövel – wie gewohnt – mit dabei sein. Das Programm könnt ihr »hier herunterladen.
Die neuen BiZ-Kulturtermine
Wer kommt, kommt und ist willkommen Auch für das dritte Quartal des Jahres hat Tina Flügge wieder das Programm mit Musik, Lesungen, Informations- und Diskussionsveranstaltungen und Ausstellungen im BiZ zusammengestellt. Die aufgeführten Termine werden regelmäßig ergänzt. Öfters hier mal reinschauen lohnt sich also – und das nicht nur für die jeweils gerade anwesenden Teilnehmenden sondern auch für Gäste.. Denn selbstverständlich sind alle Interessierten, die Nachbarschaft aus der näheren Umgebung sowie Metaller/-innen aus umliegenden Verwaltungsstellen und Betrieben immer herzlich willkommen. Für alle von uns organisierten Veranstaltungen gilt: Eintritt frei! Das aktuelle Programm inklusive Kurzbeschreibungen findet Ihr »hier!
Die neue Arbeitszeitkampagne

Individuelle Rechte kollektiv sichern… Auch auf der 20. Ordentlichen Bezirkskonferenz der IG Metall Nordrhein-Westfalen stand die neue Arbeitszeitkapagne der IG Metall im Fokus der Debatte: Unter dem Motto „Mein Leben, meine Zeit: Arbeit neu denken.“ will die IG Metall in den kommenden zwei Jahren in die Offensive gehen. Das Ziel: Aus der Vielfalt derzeitiger Arbeitszeitregelungen gilt es gute Lösungen im Sinne der Beschäftigten zu entwickeln – und damit mehr Sicherheit, Gerechtigkeit und echte (Zeit-)Souveränität für den Einzelnen durchzusetzen. „Die tatsächlichen Bedürfnisse der Beschäftigten in den Mittelpunkt rücken!“Flexibilität ist bei den Beschäftigten akzeptiert – und auch erwünscht. Gleichwohl dürfen Arbeitszeitregelungen keine Einbahnstraße nur zugunsten der Unternehmen sein. Hohe Identifikation, der Wunsch nach Aufstieg und Karriere oder die Sorge um Standorterhalt und Arbeitsplätze treiben die Beschäftigten dabei heute zu Höchstleitungen an, wie die Ergebnisse der großen IGM- Mitgliederbefragung und Diskussionen im Betrieb zeigen: Fast jede und jeder Vierte arbeitet heute häufig oder ständig außerhalb der regulären Arbeitszeit und an Wochenenden. Fast jede und jeder Dritte klagt darüber, die eigene Arbeitszeit aufgrund kurzfristiger Anforderungen nicht planen zu können 79 Prozent der Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie bestätigen, es sei „zutreffend“ bzw. sogar „voll und ganz zutreffend“, dass in den letzten Jahren immer mehr Arbeit in gleicher Zeit zu bewältigen ist. Zwischenfazit: Stress und Arbeitsplatzbelastungen steigen. Laptop und Smartphone machen uns allzeit erreichbar. Mehrarbeit und Überstunden werden oftmals nicht einmal mehr erfasst. Unbezahlte Überstunden werden zur Regel und Arbeitszeitkonten stehen dauerhaft „auf rot“. „Je höher die Qualifikation, desto verbreiteter das Problem!“Gerade Kolleginnen und Kollegen in qualifizierteren Berufen sitzen oftmals in der Zeitfalle und leisten „freiwillig“ (unbezahlte) Mehrarbeit. Dazu Arbeitszeitforscher Steffen Lehndorf vom Institut Arbeit und Qualifikation der Uni Duisburg-Essen: „Je selbständiger die Arbeitszeit gestaltet wird, desto höher ist übrigens auch die Bereitschaft zur Mehrarbeit! Übersehen wird von den Betroffenen allerdings, dass die Rahmenbedingungen ihrer Arbeit nun einmal immer noch fremdbestimmt bleiben!“. Seine Anregungen für die Arbeitskampagne: Auch Beschäftigte wollen zunehmend souveräner über ihre Zeit entscheiden. Sie für ein entsprechendes Engagement zu gewinnen, heißt aktiv in den Dialog gehen. Verinnerlichtem Leistungsdruck und „freiwilliger“ Selbstausbeutung sollte man dabei klug und besonnen begegnen. Auch Lehndorf sieht in der Arbeitszeitkampagne der IG Metall eine große Chance, gerade mit traditionell eher gewerkschaftsfernen Beschäftigtengruppen, in die Diskussion um neue Arbeitszeitmodelle zu kommen. Seine Empfehlungen an die Ausrichtung der Kampagne: Keine Verortung neuer Arbeitszeitmodelle „von oben“ „Kurze Vollzeiten attraktiv machen! Lange Vollzeiten zum Konflikt machen!“ Die Arbeitskampagne so anlegen, dass die Bereitschaft zur Tarifbindunggestärkt – und auch die Poliik in Land, Bund und EU gefordert ist. Genau dies macht sich die neue Arbeitszeitkampagne der IG Metall zum Ziel. Führen will die IG Metall einen breiten Dialog in dem man auf betrieblicher Ebene neu ins Gespräch kommt, gemeinsam die Realität überprüft, in Pilotbetrieben neue Regelungen zur Arbeitszeit entwickelt und durchsetzt sowie gezielt die führende Initiative in Sachen Arbeitszeitgestaltung als Gewerkschaften zurückgewinnt. Das Ziel: „Neue kollektive Regeln, die individuelle Rechte sichern und ermöglichen.“Das Thema Arbeitszeit betrifft jeden Einzelnen, aber eben auch jeden anders. Entsprechend vielfältig und teils kontrovers war die Debatte auch auf der NRW-Delegiertenkonferenz im Plenum und zehn regen Arbeitsgruppen. Gut so! Denn in der ersten Phase der gestarteten Arbeitszeitkampagne gilt es, lauch aut NRW Bezirksleiter Knut Giesler, „erst einmal Licht ins Dickicht der vielen betriebs- und branchenspezifischen Regelungen zu bekommen“ und sich auf die vielfältigen Argumente, Wünsche und Präferenzen unterschiedlicher Beschäftigtengruppen auch einzulassen. Gute Fragen sind dabei offensichtlich derzeit hilfreicher als fertige Antworten! „Die neue Arbeitszeit-Kampagne – breit und beteiligungsbasiert!“Welchen Weg die IG Metall einschlagen will, wie und in welchen Phasen die neue Arbeitszeit-Kampagne vorangetrieben werden soll, das erläuterte und begründete Jörg Hofmann, Vorsitzender der IG Metall den Delegierten selbst: Demnach startet – jetzt (!) – die breite Debatte in Betrieben und Branchen In Planung: eine neue IGM-Beschäftigtenbefragung – beauftragt durch den Vorstand 2017: Weitere Arbeitszeitkonferenzen – regional und zentral – zur Bündelung der Debattein konkrete betriebliche, tarifrechtliche sowie auch (arbeits-)politische Forderungen Gute Lösungen für eine Arbeitszeitgestaltung zum Wohle der Beschäftigten werden also von der IG Metall spätestens im Bundestagswahlkampf auf die politische Agenda gesetzt – und natürlich auch in den dann folgenden Tarifrunden eine große Rolle spielen. Auch das Bildungszentrum Sprockhövel wird Haupt- und Ehrenamtliche, Betriebsräte, Vertrauensleute und Javis bei der Kampagne mit „nachgeschärften“ und neuen Bildungsangeboten zum Thema Arbeitszeitgestaltung unterstützen. Mehr dazu bzw. zum Verlauf der Kampagne findet sich künftig auf unserer Homepage »hierin einer eigenen Rubrik sowie natürlich der entsprechenden Kampagnenseite der IG Metall.
Arbeitszeit ist Lebenszeit
IG Metall startet neue Arbeitszeitkampagne Viele Beschäftigten fühlen sich fremdbestimmt und wollen mehr selbst bestimmen, wo, wann und wie lange sie arbeiten. Mit ihrer neuen Kampagne zur Arbeitszeit will die IG Metall die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen dabei unterstützen und Ideen sammeln, wie Arbeitszeit in Zukunft gestaltet werden muss. MetallerInnen werden sich dabei auf gesellschafts-, tarif- und betriebspolitischer Ebene für eine Gestaltung der Arbeitszeit einsetzen, die sich an den Bedürfnissen der Belegschaften orientiert. Jörg Hofmann, Vorsitzender der IG Metall fand dazu, anlässlich seiner Festansprache zum 125-jährigen Bestehens der IG Metall in der Frankfurter Paulskirche, klare Worte: Sichere Arbeitszeit heißt vor allem planbare Arbeitszeit. Flexibilität kann nicht heißen: Paradies für den Arbeitgeber und Hamsterrad für den Beschäftigten. Gerechte Arbeitszeit bedeutet: Vergütung jeder geleisteten Stunde;übrigens auch wenn zu Hause und in der S-Bahn gearbeitet wird. Hofmann weiter: „Vor dem Gesetz sind alle gleich“, ja, aber die Menschen sind nicht gleich. Und die Arbeitsbedingungen und betrieblichen Strukturen auch nicht. Um gleiche Ansprüche für alle verlässlich zu gestalten, braucht es Mitbestimmung und Tarifverträge. Und es bedarf noch größerer Anstrengungen, das gemeinsame Aushandeln um die Beteiligung der Beschäftigten, die Diskussion in Abteilungen und Arbeitsgruppen, bei der Arbeitszeitgestaltung zu stärken“. Der Auftakt: Konferenzen in allen IG Metall-BezirkenMit ihrer Kampagne will die IG Metall Beschäftigte unterstützen, ihre Lebenspläne zu verwirklichen und Zeit für eigene Bedürfnisse zu haben. Das Ziel heißt mehr Gerechtigkeit, mehr Sicherheit, mehr Gesundheit und mehr Selbstbestimmung. Deshalb will die IG Metall in den Betrieben Diskussionen und Projekte anstoßen. Zum Auftakt der betrieblichen Aktivitäten finden derzeit in allen IGM-Bezirken entsprechende Konferenzen – auch von Betriebsräten – statt. Bei vielen dieser Konferenzen werden wir als Bildungszentrum mitwirken bzw. dabei sein – so zum Beispiel am letzten Freitag im Bezirk Küste oder auch diese Woche in Düsseldorf. Wir brauchen neue Lösungen! BiZ Sprockhövel zieht mitUm diese wichtige Initiative zu unterstützen, wird auch das Bildungszentrum Sprockhövel existierende Arbeitszeitseminare „nachschärfen“ und neue Formate beisteuern. In einer eigenen Unterseite auf dieser Homepage in der Rubrik >Aktuelles bündeln wir künftig – sichtbar und somit für Euch gut zugänglich – wichtige Infos zu der Kampagne sowie Neuigkeiten zu passenden Bildungsangebote aus Sprockhövel. > Hier der direkte Weg zu unserer Rubrik >Arbeitszeit ist Lebenszeit > Hier die IG Metall Broschüre zum Auftakt der Kampagne
Miteinander Zukunft denken

Die neue Newsletter-Ausgabe ist da Einen aktuellen Einblick in die breite Themenpalette unserer gewerkschaftlichen Bildungsarbeit als IG Metall gibt die neue Ausgabe des Newsletters unserer Fachabteilung in Frankfurt. Die Themen der neuen Ausgabe vom MZD: Initiative „Respekt!“ – Fortführung durch IG Metall Flucht und Asyl, Eine Befragung in BiZ Beverungen Bildung mit zertifizierter Qualität, GBi Surfen auf der demografischen Welle, das Projekt PEPP Internationales Projektmanagement: Junge Generation Projekt: Arbeit + Innovation. Kompetenzen stärken > Zukunft gestalten Mit dem „Lösungsloop“ zum Mindestlohn Neurowissenschaften: „Use it or lose it“, BiZ Sprockhövel bildet sich weiter Menschen. Termine. Materialien Keine Frage: Es lohnt sich – insbesondere für alle aktiven „BildungsarbeiterInnen“ der IG Metall – da mal in Ruhe reinzuschauen. Der Newsletter ist voller Neuigkeiten – und verschafft guten Überblick. »Hier der Newsletter als PDF zum Downloaden
GJAV/KJAV-Konferenz
Impulse für betriebliche Jugendarbeit Unter dem Motto „Bildung ist die Antwort: Wer in die Jugend investiert, investiert in die Zukunft“ fand auch in diesem Jahr bei uns wieder die Konferenz für Gesamt- und Konzernjugendauszubildendenvertretungen (GJAV/KJAV-Konferenz) statt. Über 75 Teilnehmende, die die Auszubildenden von 25 Konzerne und Unternehmen repräsentieren kamen vom 06. – 08. Juni im Bildungszentrum Sprockhövel zusammen, um sich über die Zukunft der Berufsausbildung zu informieren und auszutauschen. Den Auftakt machte Adrian Hermes vom Ressort Junge IG Metall mit seinem Eröffnungsreferat zum Thema „Bildung ist der Schlüssel“. Darin stellte er aktuelle Entwicklungen, Aktivitäten und Vorhaben zu Fragen der Bildungspolitik der IG Metall Jugend dar. Im Anschluss fand eine Podiumsdiskussion statt, mit Stefan Doninger, Sonja Voogdt, Kevin Gobrecht, Cengiz Kaya und Cheyenne Todaro, aktiven JAVis von Robert Bosch, VW, Terex, Salzgitter Flachstahl und Mercedes Benz. Erörtert wurden die Einschätzungen zur Umsetzung bildungspolitischer Maßnahmen in den Betrieben.Mit dem Referat „Entwicklung und Herausforderungen der Berufsausbildung von Morgen“ stellte Prof. Dr. Nicole Mayer-Ahuja, der Direktorin am Soziologischen Forschungsinstitut an der Universität Göttingen, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse vor. In Ihren prägnanten und gut verständlichen Ausführung, beschäftigte Sie sich unter anderem mit den Themenschwerpunkten „BBiG-Novellierung“, „Integration von Geflüchteten“ und „Digitalisierung der Arbeit (Berufs-)Ausbildung“. Damit öffnete sie den Blick auf diie Herausforderungen und Chancen, die diese Entwicklungen mit sich bringen können. Mit einem ausführlichen Erfahrungsaustausch, bei dem sich die Anwesenden über Best Practice-Beispiele bei Betriebsvereinbarungen, Jugendversammlungen, Exkursionen, Konferenzen und JAV-Sitzungen austauschten, endete der erste Tag. Die Themenforen zu Grundlagen der GJAV-/KJAV Arbeit, Integration von Geflüchteten in die Berufsausbildung, Ausbildung 4.0, Novellierung des Berufsbildungsgesetz und Europäisierung der Arbeitnehmer*innen, prägten den zweiten Konferenztag. In intensiven Vor- und Nachmittagsblöcken hatten die Teilnehmer*innen die Gelegenheit sich mit verschiedenen Fachreferent*innen auszutauschen Einen runden Abschluss bildete das Referat von Michael Schmitzer (Leitung Ressort Junge IG Metall) der die Frage „IG Metall Jugend 4.0 – Wie meistern wir den digitalen Wandel?“ aufwarf.
Sprockhövel bildet sich weiter

Für das Gehirn gilt »Use it or lose it!« Diese Faustregel der Neurowissenschaften umschreibt, was mit Gehirn und Gedächtnis passiert, wenn man es nicht benutzt. Mittlerweile nachgewiesen: Neuronale Schaltkreise im Kopf müssen angewendet und herausgefordert werden. Dadurch werden neuronale Bahnungen und Synapsen im Gehirn verstärkt, besser vernetzt und bleiben bis ins hohe Alter hinein funktionsfähig. Bahnungen und Netzwerke, die der Mensch nicht nutzt, werden zunehmend schwächer bis wir uns schließlich an gelernte Zusammenhänge nicht mehr erinnern können. Zwar sind einmal gelernte und verarbeitete Informationen neuronal nicht völlig verschwunden, jedoch können wir sie nicht mehr abrufen. „Use it or lose it!“ ist damit auch als wissenschaftlich fundierte Einladung zu verstehen, offen für Neues zu bleiben, ein Leben lang – und das übrigens am besten in der Gruppe – zu lernen sowie mental und emotional am Ball zu bleiben. Nichts tut unseren grauen Zellen so gut wie ein buntes Leben, direkter sozialer Kontakt und anregender (Wissens-)Nachschub. Soweit! Neurowissenschaft trifft ReformpädagogikEin interdisziplinärer Dialog, den wir vertiefen solltenDas Bildungsteam in Sprockhövel wollte mehr über aktuelle neurowissenschaftliche Erkenntnisse und den praktischen Nutzen für die eigene Seminararbeit wissen. Deshalb beschäftigte man sich im Rahmen einer zweitägigen Weiterbildung und am Rande der diesjährigen Pfingstarbeitstagung mit spannenden Fragen: Was geschieht im Hirn, wenn wir lernen/lehren? Wie entsteht die Welt in unserem Kopf? Warum sind wir, wer wir sind? Tun, was wir tun? Kann man auch soziale Empathie (nach-)lernen? Wie können wir (auch das eigene) Lernverhalten unterstützen? Was kann zeitgemäße Reformpädagogik von Neurodidaktikern lernen? Welche Kenntnis und Erfahrung brauchen IGM-BildungsreferentInnen? Was sind gute Lernumgebungen und Lernarrangements? Wie strukturiert man IG Metall-Seminare „hirngerecht“? Wo hilft die Neurowissenschaft uns dabei nachzubessern? Was stärkt selbstbewusste Teilnehmende und Lehrende? Eingeladen hatte man Zwei, die beide für ihr jeweiliges Fach begeistern können; natürlich weil sie selbst davon begeistert sind: Prof. Dr. Heinz Schirp, Neurodidaktiker und u.a. ehemalig der stellvertretende Leiter des Soester Landesinstituts für Schule und Weiterbildung in NRW. Und: Prof. Dr. Hilbert Meyer, em. Professor für Schulpädagogik an der Carl von Ossietzky Universität zu Oldenburg, ein Vollblutdidaktiker und langjähriger Begleiter und Mentor in Sachen politische Erwachsenenbildung – gerade für und in der IG Metall. „Belehren und bekehren – funktioniert nicht!“Es gilt die Erfahrung des Einzelnen zu stärken, selbstständig in der Lage zu sein, auch schwierige Herausforderungen aufgrund eigener und neu erlernter Kompetenzen bewältigen zu können. Gerade das inspiriert und produziert – bei Lehrenden und Lernenden – den wertvollsten „Outcome“ unserer Seminararbeit. Denn: Geweckt wird die Lust weiterzumachen – und dranzubleiben!Wie hierbei neurodidaktische Erkenntnisse helfen, das beantwortet eine ausführlichere Fassung dieses Berichts in der nächsten Ausgabe von >miteinander Zukunft denken<, dem IG Metall newsletter für Inhalt, Form und Praxis gewerkschaftlicher Bildungsarbeit. Hier – und schon einmal vorab – die Handouts unserer beiden Referenteninklusive Literaturlisten:
11. Bundesmigrationskonferenz

Einwanderungsland Deutschland Gestern Abend reisten die Teilnehmenden der 11. Bundesmigrationskonferenz der IG Metall in Sprockhövel an. Wir begrüßen alle Delegierten und ihre Gäste sehr freundich im BiZ Sprockhövel – und freuen uns auf zwei spannende Tage bei vollem Haus. Da – und voll bei der Sache – wollen sich die gewählten Delegierten der Konferenz einem dichten Arbeitsprogramm widmen. Beteiligt sind dabei diesmal auch viele wichtige Protagonistinnen der Migrations- und Flüchtlingsarbeit in der IG Metall und ihre Partner: Das neue „Wir“Programm am Donnerstag Am frühen Morgen starten wir mit der Begrüßung durch Vanessa Barth, IG Metall, Funktionsbereichsleiterin Zielgruppenarbeit und Gleichstellung u.a. eingeleitet, moderiert von Helmut Rehmsen (WDR) Es folgt das Impulsreferat „Einwanderungsland Deutschland“ von Christiane Benner, der Vizevorsitzenden der IG Metall. Unter dem Titel „Deutschland braucht ein Leitbild“ referiert anschließend Prof. Dr. Naika Foroutan, Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik an der Humboldt-Universität zu Berlin und stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für Integrations- und Migrationsforschung (BIM). Danach folgt eine sicherlich rege Debatte im großen Saal. Vertieft wird anschließend bis zum Nachmittag die Diskussion in thematischen Foren. Die Themenpalette: 1. Solidarische Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Arbeit, 2. Vielfaltskompetenz in der IG Metall und den betrieblichen Interessenvertretungen, 3. Migrationsland Deutschland – betriebliche Kämpfe und Erfolge,4. Gleichstellungsarbeit im Betrieb praktisch gestalten, 5. Rechtspopulismus im Betrieb entgegenwirken, 6. Migrationsarbeit vor Ort beteiligungsorientiertwirksam gestalten. Mit einem Grußwort durch Fritz Janitz, IG Metall, Schulleiter Bildungszentrum Sprockhövel trifft man sich am späten Nachmittag im Plenum wieder. Unter dem Titel „Abbau von Demokratie und Rechtstaatlichkeit in der aktuellen Flüchtlingspolitik“ referiert anschließend Claudius Voigt, von der Gemeinnützige Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e. V. (GGUA Flüchtlingshilfe) Münster, „Projekt Q – Qualifizierung der Flüchtlingsberatung“ Nach dem Abendessen erleben wir Besidos; mit Raki’n’Roll und Balkan-Gypsie-Pop vom Feinsten durchbrechen sie auch die Grenzen der musikalischen Genres –um etwas Neues zu schaffen: „Das Quartett aus Darmstadt löst nationale Grenzen auf und wandert stilsicher durch die musikalische Kultur Europas“. Das neue „Wir“Programm am Freitag Nach einem Rückblick auf den ersten Tag sprechen Knut Giesler, IGM-Bezirksleiter Nordrhein-Westfalen und anschließend Mely Kiyak, Schriftstellerin und Journalistin. Ihr Thema: „Solidarität – Warum wir sie verloren haben“; auch hier ist Zeit für die gemeinsame Diskussion. Unter dem Motto „Einwanderung solidarisch gestalten“ werden danach gute Beispiele aus der betrieblichen und gewerkschaftlichen Praxis vorgestellt. Uns allen, auch der Bildungsatbeit sowie der IG Metall als Ganzes wird die Konferenz wertvolle Impulse für die Fortsetzung einer wertvollen Arbeit liefern.Wir wünschen den Kolleginnen und Kollegen eine gute Zeit inSprockhövel sowie eine kollegiale und angeregte Diskussion.