Zukunft der Arbeit – wo sind die Grenzen der Digitalisierung?

Mit dem digitalen Wandel gehen große Unsicherheiten einher. Wir müssen lernen, die technologischen Veränderungen zu gestalten. Dabei sind viele Technologien Segen und Fluch zugleich. Die Entscheidung, wie Technologie genutzt wird, trifft der Mensch. Jeder Digitalisierung geht die Informatisierung voraus, also der Prozess, der die Gewinnung und Manipulation von Informationen zum Gegenstand hat. Die Informationen anschließend in einem Algorithmus, also einem Computerprogramm zu repräsentieren, ist nicht mehr allzu schwer. Neben der Handarbeit wurde in den letzten zwei Jahrzehnten vor allem die Kopfarbeit informatisiert. Wir wollen uns mit dem Prozess der Digitalisierung fallbezogen auseinandersetzen und aufzeigen, wo Vertrauensleute und Betriebsräte im Sinne menschenfreundlicher Arbeits welten genau hinschauen müssen.

Medien, Meinungen, Manipulation

Inzwischen ist es unbestritten: Medien beeinflussen uns in unserer sozialen Welt und in unserer Wahrnehmung. Neben den traditionellen Medien wie Radio, Zeitung und Fernsehen nehmen die digitalen Medien einen immer größeren Raum in unserem Informationsmanagement ein. Die Grenzen zwischen Meinungsmache und Berichterstattung verschwimmen dabei zunehmend. Ein Blick auf die Ökonomie der Medien zeigt auch, woran das liegen könnte. Anspruch und Wirklichkeit dieser sogenannten »vierten Gewalt« sind ein wesentlicher Bezugspunkt im Seminar. Und wie steht es mit den Kommunikationswegen und -möglichkeiten im Betrieb? Welche »Meinungsmacht « schlägt den Beschäftigten entgegen? Wie agiert ein Betriebsrat in diesem Umfeld, welche »Gegenmacht« kann (und sollte) er nutzen im Rahmen einer betrieblichen Öffentlichkeitsarbeit?

Die Entstehung der Arbeiterbewegung als Lernprozess

Betriebsräte heute können ihre Handlungsspielräume besser bewerten, wenn sie sich die Erfahrungen der Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert zunutze machen und erkennen, dass frühere und aktuelle Rechtslagen weder etwas Zufälliges noch etwas Unveränderliches sind. Das Seminar erlaubt es den Teilnehmenden, die eigene betriebliche Interessenvertretung sowie die gewerkschaftliche Organisation besser zu verstehen.

Digitale Selbstverteidigung – Kontrolle statt kontrolliert werden

Daten sind zu einer Ware geworden. Eine selbstbestimmte Nutzung des Internets ist dadurch nicht mehr möglich. Überall dort, wo wir surfen und chatten, fallen Daten an. Konzerne wie Google kennen uns gefühlt bald besser als wir uns selbst. Datenschutzgesetze helfen nur begrenzt, uns zu schützen. Jenseits des Antivirenprogramms sind eine Reihe von Technologien notwendig, um uns gegen die Auslieferung unserer Daten an kapitalistisch motivierte Unternehmen zu wehren. Die gesammelten Daten werden nicht nur genutzt, um gezielte Werbung auszuliefern, sondern auch, um Verhalten zu steuern. Im Seminar wollen wir euch zeigen, wie ihr euch vor allzu tiefen Einblicken in eure Privatsphäre schützen und euch gegenüber den übergriffigen Technologien emanzipieren könnt.

Basisaufbau und themenorientierte Kampagnenführung

Beteiligungsstrukturen sind die Voraussetzung für eine starke Präsenz im Betrieb. Aus interessierten Kolleg*innen und Vertrauensleuten wird ein fester und wachsender Kreis von Aktiven. Über die Identifizierung und das Bearbeiten betrieblicher Themen werden neue Kolleg*innen hinzugewonnen. Der Aktivenkreis ist der Raum, in dem man sich über Erfahrungen austauscht, sich gemeinsam weiterqualifiziert, betriebliche Themen vorantreibt und kollektiv löst. Das macht gemeinsames Eintreten für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen erlebbar und verdeutlicht den Wert bzw. die Vorteile organisierten Handelns. Durch den Basisaufbau haben wir einen systematischen Überblick über den Betrieb bekommen, zahlreiche Eins-zu-Eins-Gespräche geführt und die Belegschaft aktiv bei der Identifizierung eines heißen Themas im Betrieb beteiligt. Nun gilt es, dieses betriebliche Thema zu nutzen, um die Arbeitsstruktur zu stärken und das Gesicht der organisierten Interessenvertretung und -durchsetzung im Betrieb zu prägen. Der Aktivenkreis beginnt nun mit der Planung der betrieblichen Themenkampagne. Im Seminar wird beispielhaft die Planung einer betrieblichen Themenkampagne von der Idee bis zur Umsetzung durchgespielt. Die Teilnehmenden bearbeiten ein eigenes Praxisbeispiel, begleitet von inhaltlichen Inputs, Reviews, dem Austausch und Kollegialer Beratung. Optional bieten wir nach dem Seminar einen Praxistag im Betrieb an.

Die Entstehung der Arbeiterbewegung als Lernprozess

Betriebsräte heute können ihre Handlungsspielräume besser bewerten, wenn sie sich die Erfahrungen der Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert zunutze machen und erkennen, dass frühere und aktuelle Rechtslagen weder etwas Zufälliges noch etwas Unveränderliches sind. Das Seminar erlaubt es den Teilnehmenden, die eigene betriebliche Interessenvertretung sowie die gewerkschaftliche Organisation besser zu verstehen.

Zukunft der Arbeit – wo sind die Grenzen der Digitalisierung?

Mit dem digitalen Wandel gehen große Unsicherheiten einher. Wir müssen lernen, die technologischen Veränderungen zu gestalten. Dabei sind viele Technologien Segen und Fluch zugleich. Die Entscheidung, wie Technologie genutzt wird, trifft der Mensch. Jeder Digitalisierung geht die Informatisierung voraus, also der Prozess, der die Gewinnung und Manipulation von Informationen zum Gegenstand hat. Die Informationen anschließend in einem Algorithmus, also einem Computerprogramm zu repräsentieren, ist nicht mehr allzu schwer. Neben der Handarbeit wurde in den letzten zwei Jahrzehnten vor allem die Kopfarbeit informatisiert. Wir wollen uns mit dem Prozess der Digitalisierung fallbezogen auseinandersetzen und aufzeigen, wo Vertrauensleute und Betriebsräte im Sinne menschenfreundlicher Arbeits welten genau hinschauen müssen.

Wie wir stärker werden

Weltweit geraten fortschrittliche Kräfte zunehmend in die Defensive, während rechte Regierungen und Kapitalverbände die Lebens- und Arbeitsbedingungen abhängig Beschäftigter unter Druck setzen und internationale Konflikte zunehmen. Auch auf betrieblicher Ebene wächst der Druck: Werksschließungen, massiver Arbeitsplatzabbau, »Union Busting« sowie sinkende Organisationsgrade stellen die Handlungsmacht der Beschäftigten infrage. Vor diesem Hintergrund wollen wir gemeinsam mit Gästen aus Gewerkschaften, Wissenschaft und Journalismus darüber diskutieren, wie wir den Angriffen auf betrieblicher, tarifpolitischer und gesellschaftlicher Ebene begegnen und unsere Interessen erfolgreich durchsetzen können – »Millionen sind stärker als Millionäre!«

Politische Mythen entkräften – Positionen und eigene Argumente schärfen

Politische Mythen haben in Krisenzeiten und in gesellschaftlichen und politischen Umbruchphasen häufig Konjunktur. Sie erscheinen sinnvoll, bieten oberflächlich Orientierungsmöglichkeiten und interpretieren oder rechtfertigen Handlungen. Mythen wirken in die Gesellschaft hinein, aber sie dienen auch dazu, sich nach außen abzugrenzen. In aktuellen Debatten sind wir mit vielen politischen Mythen konfrontiert. Inhaltlich geht es zum Beispiel um Migration oder Europa, um Marktwirtschaft, Wettbewerb oder den Sozialstaat. Da werden Dinge behauptet, und da wird auch Stimmung gemacht: gegen vermeintlich Faule, Schmarotzer oder Andersdenkende, gegen Menschen aus anderen Ländern oder politische Gegner. Immer geht es dabei auch um die prinzipielle Frage, wie wir zukünftig leben wollen – in einer ausgrenzenden oder in einer solidarischen Welt. Im Seminar beleuchten wir politische Mythen und stellen ihnen Daten und Fakten gegenüber. Wir diskutieren ihre Wirkungsweise und Konsequenzen für das Zusammenleben der Menschen. Es geht darum, die eigene Argumentation für die betriebliche Auseinandersetzung zu stärken und gewerkschaftliche Vorstellungen von einer solidarischen Zukunft kennenzulernen.

Politische Mythen entkräften – Positionen und eigene Argumente schärfen

Politische Mythen haben in Krisenzeiten und in gesellschaftlichen und politischen Umbruchphasen häufig Konjunktur. Sie erscheinen sinnvoll, bieten oberflächlich Orientierungsmöglichkeiten und interpretieren oder rechtfertigen Handlungen. Mythen wirken in die Gesellschaft hinein, aber sie dienen auch dazu, sich nach außen abzugrenzen. In aktuellen Debatten sind wir mit vielen politischen Mythen konfrontiert. Inhaltlich geht es zum Beispiel um Migration oder Europa, um Marktwirtschaft, Wettbewerb oder den Sozialstaat. Da werden Dinge behauptet, und da wird auch Stimmung gemacht: gegen vermeintlich Faule, Schmarotzer oder Andersdenkende, gegen Menschen aus anderen Ländern oder politische Gegner. Immer geht es dabei auch um die prinzipielle Frage, wie wir zukünftig leben wollen – in einer ausgrenzenden oder in einer solidarischen Welt. Im Seminar beleuchten wir politische Mythen und stellen ihnen Daten und Fakten gegenüber. Wir diskutieren ihre Wirkungsweise und Konsequenzen für das Zusammenleben der Menschen. Es geht darum, die eigene Argumentation für die betriebliche Auseinandersetzung zu stärken und gewerkschaftliche Vorstellungen von einer solidarischen Zukunft kennenzulernen.