Salons waren ein faszinierendes Phänomen der europäischen Kultur. Über mehrere Epochen mit verschiedenen Blütezeiten ein Treffpunkt für Bürgerstöchter, Adelige, DichterInnen, Lebedamen und PhilosophInnen. Eine der prägendsten Frauen war Rahel Varnhagen – Salonières wie sie waren der Aufklärung verpflichtet und das Ausmaß ihres Einflusses ist für uns heute unvorstellbar. Eine der Initiatorinnen des Sprockhöveler Salons hat in Gedenken daran für Rahel Varnhagen einen Gedenkstein im Labyrinth der Frauen gestiftet.

Die SalonteilnehmerInnen kamen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten – teils jüdischer und christlicher Religion – stritten, kritisierten, tratschten, lasen vor und diskutierten. Mal ernsthaft oder leicht, mal spöttisch oder gebildet. Mit Tiefsinn oder Witz, immer aufgeschlossen und tolerant. Wer reden konnte, vertrat seine Meinung.

In ähnlicher Weise ‚funktioniert‘ der Sprockhöveler Salon seit 1999. Wir lesen politische und literarische Texte und Briefe, denken über Frauen in Politik, Philosophie, Kunst und Kultur nach, diskutieren Politik-Konzepte, schauen Filme an und besuchen gemeinsam spannende Orte. Dabei ist uns die Verbindung zu unserem Alltag und zu Alltäglichem wichtig.

Seit 22 Jahren finden die Salonabende im IG Metall-Bildungszentrum Sprockhövel statt, einem Ort der Bildung und des kulturellen Austausches.

In Corona-Zeiten sind die Veranstaltungen leider nicht möglich. Wir versuchen aber trotzdem miteinander in Kontakt zu bleiben, bis wir uns wiedersehen können.

Präsentation PhiloSofa von Annette Hülsenbeck und Brigitte Hausherr

Kontakt

IG Metall-Bildungszentrum Sprockhövel
Otto-Brenner-Straße 100
45549 Sprockhövel
02324/706-0

Brigitte Hausherr
Telefon: 02324/79562
brigitte.hausherr@t-online.de

Annette Hülsenbeck
Telefon:0202/667341
ahuelsen@uni-osnabrueck.de